© Nina Händschke Last Update: 18.10.2017 Ich fasse hier mal kurz zusammen, was ich alles zum Thema Wesenstests weiß. Diese Tests sind nicht einfach, aber machbar. Vielleicht hilft es manchen ja! Das Ziel dieser Tests ist, die Besonderheiten im Verhaltens der einzelnen Tiere zu erkunden, um aktuell gefährliche Hunde zu erkennen. Jeder Hund kann zum aggressiven Hund erzogen werden, dagegen hilft auch kein bestandener Wesenstest. Bei Listenhunden kann aber die behauptete genetische Aggressionssteigerung geprüft werden, da diese grundsätzlich entweder vorhanden ist oder nicht. Im Bundesland Hessen müssen diese Tests alle zwei Jahre wiederholt werden. Inhalte des Wesenstests: 1. Hund-Mensch-Kontakt - Anstarren - Konfrontation mit mehreren Personen, die Blindenstock und Gehstock benutzen - Konfrontation mit Joggern und Personen, die sich wie Betrunkene benehmen und nach Alkohol riechen - Einige Personen kommen auf den Hund zu (nicht zielgerichtet) und bleiben mit   Körperberührung neben ihm stehen(Fahrstuhlsituation) - Eine Person liegt am Boden (oder hockt sich hin) und steht abrupt auf, als Halter und  Hund den Testgang machen - Eine Person schreit den Hund wütend an. 2. Hund-Umwelt-Kontakt - Ein Regenschirm wird unmittelbar vor dem Hund aufgespannt - Klingelndes Fahrrad und hupendes Auto müssen passiert werden - Ein Kinderwagen mit Babygeräuschen wird vorbei geschoben - Eine Testperson geht auf den Hund zu, schreit ihn an - Eine Person bedroht den Hund mit einem Stock - Eine Person geht mit einem brennenden Feuerzeug auf den Hund zu 3. Hund-Hund-Kontakt - Zwei Hunde passieren den Prüfling - Konfrontation mit einem gleichgeschlechtlichen Hund hinter einem Zaun. - Der zu prüfende Hund wird vom Halter isoliert (Sichtschutz) ca. 2m vor dem Zaun angebunden und mit einem gleichgeschlechtlichen Hund konfrontiert. 4. Gehorsam Verschiedene alltägliche Aufgaben, wie das Rufen des Hundes aus dem Freilauf, das Ausführen der Kommandos sitz und platz und das Ausgeben eines Spielzeugs (Ball) auf Kommando.